Reilingen. Schon länger veranstalten die "Reilinger Buwe" kein Turnier mehr. Jetzt zeigen sie sich wieder - auf der Sportgala an diesem Sonntag, als Leiter des großen Gaudi-Tauziehens. Im Vorfeld haben wir mit Markus Dobusch, einem der Buwe, gesprochen.
In den vergangenen Jahren ist es ein wenig ruhig um die "Buwe" geworden, das letzte Laienturnier fand vor drei Jahren statt. Woran liegt das?
Markus Dobusch: Der Verein hat sich 1998 gegründet und ist von Null auf 100 durchgestartet: Im zweiten Vereinsjahr haben wir die Deutschen Meisterschaften ausgerichtet und sind auf Anhieb dreimal Vizemeister in der Landesliga geworden. Familiengründungen, Hausbau und berufliche Veränderungen haben es aber immer schwieriger gemacht, den sportlichen Betreib aufrecht zu erhalten. Einige der Tauzieher sind weggezogen. Es ist zurzeit nicht möglich, eine Mannschaft zu stellen. |
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unterstützen wir den Tauziehverband und Sportveranstaltungen, an denen Tauziehen durchgeführt wird. Zuletzt haben wir die Landesspo rtmeisterschaften der JVA-Beamten in Bruchsal bei einem Turnier unterstützt. Die "Buwe" treffen sich regelmäßig zum Joggen, Mountainbiken und Klettern.
Was ist für Sie das Faszinierende am Tauziehen?
Dobusch: Es istt ein ehrlicher Kraftsport, bei dem es nicht auf Glück oder eine B-Note ankommt - die stärkere Mannschaft mit der besseren Taktik gewinnt. Auch der Teamgeist ist enorm wichtig, man muss
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sich aufeinander ein- und abstimmen, sonst hat man keine Chance.
Soll mit dem großen Gauditauziehen bei der Sportgala eine Art Neuanfang gestartet werden? Erhoffen Sie sich davon, einige Neulinge von Ihrer Begeisterung fürs Tauziehen anzustecken?
Dobusch: Wir hoffen, den Tauziehsport mit solchen Veranstaltungen populärer zu machen, und zeigen auch gerne, dass es die "Buwe" noch gibt - wenn auch zur Zeit nicht mit einer aktiven Mannschaft. Für einen Neustart einer wettkampftauglichen Tauziehmannschaft bräuchten wir aber mindestens vier oder fünf neue Teammitglieder. hafi
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